Dreifach-Erfolg beim Eckercup 2012

Eckercup-FahnenNach längerer Pause fand in diesem Herbst wieder der Eckercup statt. Bei dem 1000-Meilen Nonstop-Rennen handelt es sich um eine der härtesten Mittelmeer-Regatten. Gestartet wurde in Zadar (Kroatien) und mit einem Zwischenstop in Kalamata (Griechenland) ging es weiter zum Ziel Alanya (Türkei).

3Sails hat gemeinsam mit Weber-Yachting die Crew als Haupt-Sponsor unterstützt.

Dabei konnte die Sun Cloud Crew, geführt vom Skipper Reinhard Bleicken, einen sensationellen Erfolg einfahren - dazu gratulieren wir an dieser Stelle nochmals herzlich!

Aber dazu bitte einfach den spannenden Bericht von Lothar J. Weber lesen:

ECKER CUP 2012 – 1000 Meilen Race von Zadar , HR, über Kalamata , GR, nach Alanya, TR

Bericht von der SY SUN CLOUD, Bavaria 46 Cruiser, Startnummer 9, Lothar J. Weber

Pünktlich zum geplanten Start vor der Stadt Zadar hat sich der Wind verabschiedet und so erfolgt ein mässiges Driften von Süd nach Nord im  Zadarski Kanal.

Wir passieren als erste Yacht die Startlinie auf der Westseite und nach einigen Minuten in Führung liegend schiebt sich die Segelyacht Ganymed an uns vorbei und wählt ihren Kurs Richtung NordOst.

Unser Skipper Reinhard gibt uns zu verstehen, dass die Yacht – eine Solaris 48 One – alleine von ihrer Bauart nicht zu unseren unmittelbaren Gegnern gehört und unsere Konzentration auf das restliche Feld, das sich im Moment bereits deutlich hinter uns befindet, zu richten ist.

Der Wind lässt auf sich warten und so wird nach einer Stunde von den ersten Yachten der Motor angeworfen (Anm: die erste Stunde nach Start ist Motorverbot). Als auch unsere SOG, trotz leichter Strömung unter 2 Knoten sinkt, starten auch wir den Motor um in die Nähe der Gewitterzelle, die über Dugi Otko liegt, zu gelangen.

Es funktioniert und so können wir durch die Nordpassage bei Veli Rat auf die offene Adria bereits wieder unter guten Bedingungen segeln.

Die folgenden 250sm inmitten der Adria sind von unterschiedlich, mässigem Wind bestimmt, bis auf der Höhe von Bari das Wetter deutlich umschlägt und der  Wind sich bis zur Sturmstärke entwickelt. Es ist ein mühsames Kreuzen gegen die immer höher werdende Welle und das Wohlbehagen der Crew schwindet allmählich dahin. So empfiehlt unser Skipper Reinhard eine Pause in Brindisi einzulegen. Wir segeln bis vor die Tankstelle um gleich auch die Chance zum Nachtanken zu nutzen. Während des Tankens sehen wir schon mehrere Yachten des Regattafeldes in die Marina einlaufen.

Als wir unseren Liegeplatz im Inneren der  Marina anstreben, erkennen wir die SY Ganymed und so gehen wir neben ihr längsseits. Leider hat die Ganymed ihr Vorsegel zerstört und muss einen Reparatur Stop einlegen.

Hatten wir beim Start in Zadar angenommen, dass wir die SY Ganymed nie mehr auf der Strecke sehen würden, so ist unsere Freude umso grösser als wir dann praktisch wieder gemeinsam aus der Marina Brindisi ablegen – wir zuerst, Ganymed kurz nach uns – und auf den nächsten Meilen Richtung Kalamata ein wunderbares Racing erleben. Es gelingt uns bis zum Etappenziel vor der SY Ganymed (AUT 228) zu bleiben und so erreichen wir den Hafen in Kalamata als 6. Yacht. –

SegelregattaSegelregatta IILohn für die Erste Teilstrecke: 1. Platz in der Gesamt - Zwischenwertung!!!!

Der Start zur zweiten Etappe erfolgt mit etwas Verzögerung, dafür aber mit angemessenem Wind. In den ersten Nachtstunden flaut dieser jedoch wieder ab und es muss sogar eine kurze Strecke unter Motor eingelegt werden. Wir entscheiden uns nördlich von Kythira durchzugehen und dort finden wir ausgezeichnete Windbedingungen, die unsere Sun Cloud über 200 sm mit Höchstgeschwindigkeit (max. 11,6 kn SOG) durch die Aegäis pflügen lassen.

Erst vor Karpathos schläft der Wind wieder ein und die nächsten Meilen Richtung Südspitze von Rhodos werden eine langwierige Tümpelei.

Die Hoffnung, südlich von Rhodos die günstige Windströmung – sie wurde in allen Grib files vorhergesagt – zu erreichen, wird duch eine Unzahl von Gewitterzellen zerstört. Die Nächte entlang der Südküste der Türkei werden zu einem noch nie zuvor erlebtem Naturschauspiel von Blitzfolgen und Gewitterzellen.

WettersituationWettersituation IIDie letzten 80 sm – es ist dies das Queren der großen Bucht von Antalya – werden wieder ein nervenaufreibendes Gemisch aus wechselnden Winden, Strömung, Flaute.

Nach mühevollem Aufkreuzen Richtung Alanya verlässt uns der Wind total und so bleibt uns nur die Entscheidung die letzten 28 sm unter Motor zurückzulegen. –

 

ZieleinfahrtSiegerehrungWir sind als 4. Yacht im Zielhafen und als Belohnung für all die Strapazen auf der Kante und die harten Kommandos seit dem Start in Zadar erhalten wir bei der Siegerehrung drei wunderschöne Pokale.

 

 

1. Platz in der Gruppe, 3. Platz in der Gesamtwertung, 3. Platz in der Wertung „Blaues Band“

Die Crew:

Dr. Reinhard Bleicken, Skipper, Kiel

Peter Bleicken, Zürich

Kai Krickel, Stuttgart

Egon Winter, Köln

Ernst Rohrer, Wien

Lothar J. Weber, Salzburg

Die Crew

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